Grenzen des Kapitalismus


Die Autoren des Buches "Die Grenzen des Kapitalismus - Wie wir am Wachstum scheitern" Andreas Exner, Christian Lauk und Konstantin Kulterer betreiben mit anderen eine Website, die sich Social Innovation Network nennt.

Der Untertitel der Seite ist "Gegen Wirtschaftswachstum".

Link zu Social Innovation Network

Aus dem Selbstverständnis:

Wie entstand das Social Innovation Network (Sinet)?

Die Frühgeschichte des Sinet reicht ins Jahr 2002 zurück. Christian Lauk gründete damals bei Attac Österreich eine Inhaltsgruppe zum Thema Ökologie und Globalisierung. Konstantin Kulterer und Andreas Exner stießen bald dazu, ebenso Ernst Schriefl.

Gleich zu Anfang fesselte uns das Thema Wachstum. Wie lässt sich das Wachstum der Wirtschaft mit Ökologie unter einen Hut bringen? Lassen sich diese beiden Ziele überhaupt vereinbaren? Es gab Zweifel. Und wir gingen diesen Zweifeln nach. Dabei stellte sich heraus: Kaum jemand fragte, ob Wachstum mit Ökologie vereinbar ist. Auch Attac nicht, dessen Kernziel neben anderen nämlich ist: durch Wachstum Arbeitsplätze schaffen. Und viele fanden, das könne man mit der Ökologie doch gut ergänzen. ..... siehe hier

 

Postwachstum in Bewegung

Mit der Krise des neoliberalen finanzmarktgetriebenen Wachstumsmodells und der Krise des fossilistischen Industrialismus, wie sie sich mit der Klimakrise und Peak Oil zuspitzt, ist die Frage des ökonomischen Systems wieder auf der Tagesordnung. Im politischen Handgemenge wird heftig über makro-ökonomische Konzepte gestritten: neoliberale Austeritätspolitik vs. Neo-Keynesianismus und bisweilen auch Öko-Keynsianismus. Mit dem Beginn der zweiten Phase der Weltwirtschaftskrise, der Eurozonen-Turbulenzen, bietet sich ein Möglichkeitsfenster, dass soziale Bewegungen bei den ökonomischen Weichenstellungen wieder eine größere Rolle spielen. In diesem Kontext nimmt ein neuer Zyklus von wachstumskritischer Debatte an Fahrt auf. Dabei gehen die Autor_innen des
Postwachstumsblog davon aus, dass Wirtschsftswachstum in den frühindustrialisierten Ländern des Nordens ein Problem für globale soziale Gerechtigkeit ist und nicht die Lösung – und dass Gleichheit und Gerechtigkeit heute nur sozial-ökologisch gedacht werden kann. Es geht also um eine solidarisch-demokratische Post-Wachstumsökonomie. Dieser Blog skizziert und kommentiert die laufenden Diskussionen um eine Postwachstumsökonomie. Gleichzeitig begleitet er die Planungen eines Kongresses zum Thema „Jenseits des Wachstums!?“ für das Frühjahr 2011 an dem Attac maßgeblich beteiligt sein wird.

www.postwachstum.net

Decroissance, Postwachstum, Degrowth, Postwachstumökonomie

Auf der internationalen Ebene sind die Diskussionen zu Wachstumskritik und zu Alternativen für eine Gesellschaft jenseits des Wachstums weiter als in der Bundesrepublik. Besonders in Südeuropa gibt es seit einigen Jahren eine sehr lebendige Diskussion, die sowohl lokal in Netzwerken verankert ist als auch international vernetz stattfindet. In Frankreich heißt das Decroissance – frei übersetzt „Ent-Wachstum“, als der aktive Prozess der Rücknahme von Wachstum und die damit einhergehenden ökonomischen, gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen des „ent-wachsens.“ Während dieses Wort in allen romanischen Sprachen verwendet wird, und im englischen sich „Degrowth“ etabliert hat, gibt es im deutschsprachigen Raum eine Reihe unterschiedlicher Konzepte, die alle ähnliches meinen: Wachstumsrücknahme, Postwachstum, etc.

Postwachstum in Bewegung

Degrowth Konferenz in Leipzig 2015

Das Webportal übernimmt die Internetseite der Vierten Internationalen Degrowth-Konferenz für ökologische Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit, die vom 2. bis 6. September 2014 in Leipzig stattfand. Nach der Konferenz hat sich der Organisationskreis entschieden, diese Webseite in ein Degrowth-Webportal umzuwandeln. Bis Mitte 2015 soll der Umbau fertig sein – Sie werden den Wandel in den kommenden Monaten schon miterleben können.

zum Degrowth-Portal


 

Willkommen in der Postwachstumsgesellschaft

Trotz zahlreicher wachstumskritischer Stimmen halten Politik, Wirtschaft und Gesellschaft an ihrer Orientierung am Wirtschaftswachstum fest. “Nachhaltige Entwicklung“ wird als „nachhaltiges Wachstum“ vereinnahmt; der Schutz der Umwelt steht unter Wachstumsvorbehalt.

Es stellt sich ernsthaft die Frage, weshalb Politik und Wirtschaft weiterhin am ständigen Wirtschaftswachstum festhalten, sprechen doch die Logik der Begrenztheit der Erde, die sicht- und spürbar negativen sozialen und ökologischen Auswirkungen sowie die nicht erfüllte Hoffnung auf Entkoppelungen dagegen. Es scheint tiefer liegende Systemzwänge zu geben, die Wirtschaft und Politik an der Hoffnung auf ständiges Wirtschaftswachstum als Ziel festhalten lassen.

Um diese strukturellen Zwänge und vor allem um Wege zu ihrer Überwindung geht es auf dieser Homepage, dem BLOG und im Buch „Postwachstumsgesellschaft. Konzepte für die Zukunft“ (Metropolis 2010).

http://blog.postwachstum.de/

Im Sommer 2007 trafen sich engagierte Christinnen und Christen, die sich zum überwiegenden Teil aus der langjährigen Arbeit im Ökumenischen Netz in Deutschland kannten, um dem "Dogma von der Alternativlosigkeit der neoliberalen kapitalistischen Wirtschaftsweise zu widersprechen und Prinzipien, Strukturen und Modelle einer lebensdienlichen, solidarischen und zukunftsfähigen Ökonomie aufzuzeigen".

In der Folge dieser Initiative gründete sich im Juni 2008 auf der Burg Bodenstein eine "Akademie Solidarische Ökonomie auf Zeit", in der nun nicht mehr nur Vertreter der Kirchen, sondern ebenso Wissenschaftler, soziale Bewegungen und engagierte Bürgerinnen und Bürger zur Mitarbeit eingeladen waren.

Nach gut dreijähriger Arbeit wurden im Oktober 2011 auf einer öffentlichen Tagung die ersten Arbeitsergebnisse vorgestellt und in einer schriftlichen Dokumentation festgehalten. Diese Dokumentation wurde 2012 im Buch "Kapitalismus und dann?" einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

www.akademie-solidarische-oekonomie.de/


 

Klimaretter.info ist ein unabhängiges Online-Magazin – es bietet Nachrichten und Hintergrundanalysen, Debatten und Reportagen, Kolumnen, Blogs und Kommentare.

Gegründet wurde das Magazin vor drei Jahren von den beiden Journalisten Nick Reimer (taz) und Toralf Staud (DIE ZEIT/Greenpeace Magazin) unter dem Namen www.wir-klimaretter.de - benannt nach ihrem bei Kiepenheuer&Witsch erschienenen Sachbuch „Wir Klimaretter. So ist die Wende noch zu schaffen“. Heute wird das Magazin verantwortet vom GutWetter Verlag, Berlin, und wurde mit dem Deutschen Solarpreis 2009 von Eurosolar sowie dem Medienpreis 2008 von Deutscher Umwelthilfe und Telekom ausgezeichnet.

Acht Redakteurinnen und Redakteure sowie sieben In- und Auslands-Korrespondenten berichten täglich über Klimawandel und Energiepolitik - unterstützt von fünf "technischen" Fachkräften. Der Blog „Klima-Lügendetektor“ deckt Greenwash-Strategien von Wirtschaft und Politik auf. Mit täglich 11.500 visits und monatlich 1,7 Millionen page impressions dürfte es sich um das größte deutschsprachige Online-Magazin zum Thema handeln.

http://www.klimaretter.info

Daraus ein Interview mit Alexis Passadakis

http://www.klimaretter.info/wirtschaft/hintergrund/6803-interview-wachstumskritik-auf-dem-vormarsch

 


Lifestyles of Health and Sustainability, was etwa bedeutet:
"Ausrichtung der Lebensweise auf Gesundheit und Nachhaltigkeit".

Neue Werte, neues Bewusstsein, die Bedürfnisse der Menschen richten sich nach Innen, eine Umkehr der Lebensweise nach Selbstkenntnis, nach Stressfreiheit und Entschleunigung, Gesundheit, Nachhaltigkeit und Beständigkeit. Dies alles mündet in eine Nachfrage von wirtschaftlich, gesundheitlich und ökonomisch sinnvollen Produkten und Dienstleistungen.

Wir möchten dazu beitragen, eine breitere Gesellschaftsschicht anzusprechen und im deutschsprachigen Raum Angebote zu kanalisieren, die unserer Meinung nach den Kern von Veränderungen (Umdenken) ausmachen. Der Beginn von jeglichen Veränderungen ist in uns selbst. Bei uns finden Sie Angebote, Informationen und Kontakte. >

http://www.lohas.de

 


 

Hans-Peter Dürr: Das neue Naturverständnis der Physik und seine Konsequenzen. Verantwortung für das Ökosystem Erde.
Gespräch mit dem Physiker und Träger des alternativen Nobelpreises, Prof. Dr. Hans Peter Dürr.
»Ich gehe davon aus, daß der Mensch das, was wir zukünftig an Denken und Bewußtsein brauchen, alles schon hat«, sagt Dürr im Interview mit Hermann Sottong, in dem er sein Konzept einer 1,5-Kilowatt-Gesellschaft erläutert. Intelligenz, technologischer Fortschritt und eine neue Einstellung zur Lebensqualität, so Dürr, können einen attraktiven Lebensstil hervorbringen, der das globale Ökosystem nicht überlastet. Auch nimmt Dürr Stellung zum Begriff „qualitatives Wachstum“.

Diese Rede als PDF-Dokument

 


 

Bastian Fraune hat zwei sehenswerte Videos gefunden, die hier aufgerufen werden können:

Vom ZDF: "2030 - Aufstand der Jungen"
Beschreibung ZDF:
Die Doku-Fiction beschreibt die möglichen Folgen des demografischen Wandels aus der Sicht der jungen Generation, die um 2030 die Leistungsträger der Gesellschaft stellt.

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1227348/2030---Aufstand-der-Jungen?setTime=4


Konsumpf

Anfang 2008, als mir der Zufall das Buch „Culture Jamming – Das Manifest der Anti-Werbung” von Kalle Lasn in die Hände spielte, wurden mir die Augen geöffnet und ich entdeckte, dass ich mit meinem Unbehagen und meiner Ablehnung der Reklameindustrie nicht alleine stehe, sondern dass es seit Jahren eine aktive Gegenbewegung zur Kommerzgesellschaft gibt. Fortan beschäftigte ich mich vermehrt intensiv mit Literatur zum Thema „Globalisierungskritik” und allem, was dazu gehört, und schließlich wuchs in mir nicht nur die Wut über viele Fehlentwicklungen in der Welt, sondern auch die Überzeugung, dass ich sowohl meinen Konsum umstellen (ich habe seitdem viele Dinge in meinem Konsumentenleben geändert – keine Einkäufe bei Discountern, Ökostrom, mehr Biowaren, Vermeiden von Produkten von Firmen mit asozialer Unternehmenspolitik, keine werbefinanzierten Zeitschriften mehr, kein Privatfernsehen etc.), als auch aktiv etwas unternehmen muss. Dies umfasst sowohl konkrete Culture Jamming-Aktionen als eben auch diese neue Website.
http://www.konsumpf.de/

 

So funktioniert Geld

(Die ersten 4 Minuten sind zur Allgemeinen Einführung, also nicht langweilen lassen ;)
Beschreibung des Autors:
Aliens haben das Geld erfunden um die Erde und ihre Bewohner auszubeuten.
Erster Teil des 3-teiligen Animationsfilms zur Erklärung des Geld- und Bankenwesens. "10 Punkte Plan zu effizienten Ausbeutung eines Planeten mit halbintelligenten Lebensformen"
Teil 1: http://www.youtube.com/watch?v=9BrLrwbkQWQ
Teil 2: http://www.youtube.com/watch?v=aK2yZlHk4cA
Teil 3: http://www.youtube.com/watch?v=0VOtdQrCoyk

 

Akdamie auf Zeit Solidarische Ökonomie
für eine Alternative zum neoliberalen Kapitalismus
in Trägerschaft der Stiftung Ökumene in Deutschland

Die Akademie auf Zeit Solidarische Ökonomie wurde auf Initiative des Ökumenischen Netzes in Deutschland am 22./23. Juni 2008 auf Burg Bodenstein gegründet.
Anstoß für die Gründung der Akademie war ein dreifacher Widerspruch in unserer Gesellschaft:
Einerseits breitet sich angesichts der Fehlentwicklungen unserer Wirtschaft bei immer mehr Menschen Zorn und die Gewissheit aus: „In dieser Art des Wirtschaftens läuft etwas grundlegend schief.“ Andererseits behauptet eine Allianz aus Wirtschaftsverbänden, Politik und Medien trotz der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, zur „freien“, meist neoliberal verstandenen Marktwirtschaft, gäbe es keine Alternative. Zum Dritten aber gibt es bereits eine Fülle von Ansätzen und Projekten einer „Alternativen Ökonomie“.
Ziel unserer Arbeit ist es, dem Dogma von der Alternativlosigkeit der neoliberalen kapitalistischen Wirtschaftsweise entgegenzutreten und Prinzipien, Strukturen und Modelle einer lebensdienlichen, solidarischen und zukunftsfähigen Ökonomie aufzuzeigen.
Die Akademie versteht sich als eine Arbeitsgemeinschaft, in der Vertreter sozialer Bewegungen, Wissenschaftler und engagierte Persönlichkeiten an Leitvorstellungen und Modellen einer alternativen Ökonomie arbeiten, diese in den öffentlichen Diskurs einbringen und konkrete Ansätze und Projekte unterstützen wollen.
Die Akademie arbeitet im Zusammenwirken von selbständigen Arbeitsgruppen und halbjährigen Plenartagungen.
Seit 2008 fanden acht Plenartagungen statt, in denen auch durch Gastreferenten Schlüsselthemen einer alternativen Ökonomie bearbeitet wurden und die Arbeitsgruppen ihre Zwischenergebnisse austauschten.
Unser Arbeitsprozess ist ergebnisoffen und soll möglichst transparent stattfinden.
Wichtiges Medium zur Veröffentlichung unserer fortlaufenden Arbeit ist unsere Homepage (www.akademie-solidarische-oekonomie.de). Hier veröffentlichen wir Entwürfe und Teilergebnisse unserer Arbeit. Interessierte haben die Möglichkeit, sich über die Seite „Diskussionsforum“ in unseren Arbeitsprozess einzubringen.

www.akademie-solidarische-oekonomie.de


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