Das Wachstum beginnt mit einer Summe Geld. Ein Betrieb schießt diese Summe für den Kauf von Arbeitskräften, Maschinen und Rohstoffen vor. Zwischen dem Betrieb und seinem Geldkapital vollzieht sich nun eine Kreisbewegung: Die Geldsumme, die nötig war, um produzieren zu können, kehrt nämlich um den Gewinn vermehrt vom Markt zurück in die Kasse des Betriebs, sobald er seine Waren losgeschlagen hat. Der Zusammenhang ist einfach:

                                          Geld —› Ware —› Mehr-Geld

 

 

Mit dem Geldgewinn beginnt der Kreis von vorne. Weil der Geldbetrag dabei wächst, ist der Kreis eigentlich eine Spirale. Und genau das ist der Kern des Wachstums, das ist die Wachstumsformel. Das Unternehmen verkauft seine Waren und erzielt Gewinn. Durch den Verkauf kommt mehr zurück, als das Unternehmen ausgab, um die Waren herzustellen.

aus:  "Die Grenzen des Kapitalismus" von Andreas Exner, Christian Lauk und
Konstantin Kulterer:  Kapitel Drang und Zwang

Es liegt vor allem am ständigen Produktivitätswachstum. Unternehmer können ihre Umsätze im Lauf der Zeit mit immer weniger Menschen erzielen. Ignorieren sie das, scheiden sie im Wettbewerb aus. Nur wenn sie ihre Umsätze steigern oder andere Unternehmen mit neuen Produkten auf den Markt kommen, gibt es Arbeit für die Arbeitslosen und Berufsanfänger.

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